Tech for Good: Wie wir medizinische Tests für sehbehinderte Menschen zugänglich machen

Tech for Good: Wie wir medizinische Tests für sehbehinderte Menschen zugänglich machen

Was für die meisten von uns ein kurzer Blick auf einen Plastikstreifen ist, bedeutet für sehbehinderte Menschen eine massive Hürde: Das Ablesen von medizinischen Schnelltests. Ob COVID-19, Influenza oder Schwangerschaftstests: Ohne fremde Hilfe ist das Ergebnis oft nicht in Erfahrung zu bringen.

In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation MI4People hat Leo Back, Fullstack-Entwickler bei AOE, eine Lösung entwickelt, die dieses Problem durch den Einsatz moderner KI und nativer Accessibility-Features löst.

Wer ist MI4People?

Hinter dem Namen MI4People (Machine Intelligence for People) steht eine gemeinnützige Organisation (gGmbH), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kluft zwischen modernster KI-Forschung und gemeinnützigen Zwecken zu überbrücken. Während KI meistens in kommerziellen Produkten landet, identifiziert MI4People gesellschaftlich relevante Probleme in Bereichen wie Gesundheit, Umweltschutz oder Bildung und entwickelt dafür KI-basierte Softwarelösungen.

Der Kontakt zu MI4People kam durch unser bei AOE veranstaltetes Netzwerkevent Sustainable Future .digital zustande. Dort begannen die ersten Gespräche, und nach kurzer Zeit hatte Dr. Denis Dalic (CTO von MI4People) ein Projekt für uns, bei dem wir mit unserer Entwicklungspower unterstützen konnten.

Nach einem internen Aufruf meldete sich Leo bereit. Er nahm sich fortan des Projekts an, auch mit Einsatz am Wochenende.

Testergebnisse mit „Audio-UI“ zugänglich machen

Das Ziel: eine App, mit der Nutzer:innen ein Foto ihres Testkits aufnehmen können. Eine KI analysiert das Bild und liest das Ergebnis via Sprachausgabe vor.

„Die große Herausforderung war am Anfang das Umdenken“, berichtet Leo. „Als Entwickler baut man meistens grafische Interfaces. Hier war das GUI eigentlich nur für uns als Feedback-Kanal da. Für die Endnutzer:innen haben wir ein reines Audio-UI entworfen.“

Dabei setzte Leo auf bewährte Standards:

  • React Native als Framework für die App
  • VoiceOver (iOS) und TalkBack (Android) als Schnittstellen

AI-Power macht’s möglich

Ursprünglich startete das Projekt 2020 mit einem selbst trainierten neuronalen Netzwerk. Doch als Leo das Projekt übernahm, war der Code schwer wartbar und auf Covid-Tests beschränkt. Der Durchbruch kam mit dem rasanten Fortschritt von Large Language Models (LLMs). Nach Experimenten mit GPT-4o fand Leo den „Sweet Spot“ mit GPT-5mini, ein Modell, das hohe Präzision bei geringen Kosten bietet. Neben Covid-Tests kann die App nun auch die Ergebnisse von Schwangerschafts- und densogenannten „5-in-1-Virentests“ ausgeben.

„Da MI4People gemeinnützig ist, war die Kosten-Nutzen-Rechnung entscheidend“, erklärt Leo. „Jede Anfrage kostet Tokens. Wir mussten ein Modell finden, das präzise genug ist, um die Striche auf einem Testkit zu erkennen, aber das Budget der NGO nicht sprengt.“

Wie handelt die KI in Edge Cases?

Bei medizinischen Ergebnissen gibt es keinen Spielraum für Fehler. KI-Modelle neigen jedoch dazu, im Zweifel lieber eine Antwort zu halluzinieren, statt zuzugeben, dass sie nichts erkennen können. Durch intensives Prompt Engineering und Tests mit über 50 verschiedenen Bild-Szenarien hat Leo „Leitplanken“eingezogen.

  • Die KI ist so instruiert, dass sie im Zweifelsfall eher „Ungültig“ (Invalid) meldet, als ein falsches Positiv- oder Negativ-Ergebnis zu riskieren.
  • Ist das Bild zu unscharf oder verwischt, werden die Nutzer:innen aufgefordert,     ein neues Foto zu machen.

Ein Erfolg für alle Beteiligten

Dieses Engagement zahlt sich für alle Seiten aus. „Ich sehe das als absolute Win-Win-Win-Situation“, sagt Leo rückblickend. Er konnte durch die eigenverantwortliche Begleitung des Projekts tief in zukunftsweisende Technologien eintauchen und sein Wissen in der App-Entwicklung massiv erweitern. Für AOE bedeutet die Zusammenarbeit eine wertvolle Ergänzung des Portfolios um ein greifbares Social-Impact-Projekt, das demonstriert, wie KI-Expertise für gesellschaftliche Verantwortung genutzt werden kann. Den nachhaltigsten Erfolg verbuchen jedoch MI4People und die Gesellschaft: Es ist ein konkreter Zugewinn an Barrierefreiheit entstanden, der Menschen mit Sehbehinderung ein wichtiges Stück Autonomie und Privatsphäre im Alltag zurückgibt. „KI entfaltet ihren wahren Wert nicht in der Maximierung von Profit, sondern in ihrer Fähigkeit, gesellschaftlichen Nutzen zu stiften,“ resümiert Dr. Denis Dalic von MI4People.

Wie geht es weiter?

Die App steht kurz vor dem Release. Aktuell durchläuft sie eine Testphase mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen, um sicherzustellen, dass die Bedienung im Alltag reibungslos funktioniert. Sobald das Feedback eingearbeitet ist, wird die App unter dem Namen CoVision kostenlos im App Store unter dem Account von MI4People veröffentlicht.

Wir sind stolz darauf, dass unsere Entwickler:innen ihre Expertise nutzen, um die Welt ein Stückchen barrierefreier zu machen!

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