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Kacper Potega

Chief Product Officer, Omnevo

Als Omnevos CPO verantwortet Kacper die Herstellung des Product-Market-Fits für Omnevos Produkt Suite, mittels Ausrichtung der Entwicklungsorganisation an die Bedürfnisse unserer Kunden.

Agility & Organisation

Warum Scrum glücklich macht

Wer schon einmal in einem Umfeld gearbeitet hat, wo das Scrum-Framework konsequent umsetzt wird, hat es schon selbst erlebt. Alle anderen können es mir an dieser Stelle ruhig glauben: Scrum macht glücklich. Sicherlich findet jeder einen Aspekt, der ihn am meisten anspricht: Sei es die Möglichkeit der ständigen Verbesserung oder die Tatsache im Optimalfall immer genau die Dinge auszuliefern, die der User und der Kunde auch wirklich brauchen. Interessant ist aber auch die Frage, was eigentlich die Wissenschaft zu dem Thema zu sagen hat. Einer der bekanntesten Forscher im Bereich des Glücks ist Mihály Csíkszentmihályi. Berühmt geworden ist er mit der Beschreibung des „Flow-Erlebens“, das er u. a. bei Extremsportlern oder Chirurgen beobachten konnte. Als Flow bezeichnete Csíkszentmihályi das „beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht“. Der Erziehungswissenschaftler Felix von Cube greift diesen Ansatz auf und versucht zu erklären, warum Menschen Flow-Erlebnissen nachgehen wollen. Er führt dabei das Erleben von Flow auf die Befriedigung eines angeborenen Triebes zurück. Warum klettern Menschen auf Berge, warum forschen sie, warum gehen sie an ihre Grenzen? Wo liegt der evolutionäre Vorteil eines solchen Verhaltens? Cube erklärt das mit dem Trieb der Neugier. Neugier biete, so Cube, einen evolutionären Vorteil, da sie den Menschen dazu führe aus Unbekanntem Bekanntes, aus Unsicherheit also Sicherheit zu machen und so seine eigene Komfortzone ständig zu erweitern. Deswegen sei der Mensch von der Natur so programmiert, dass er Flow-Erlebnisse als Glücksgefühle empfinden muss. Wie Sorgt Scrum als Framework für die Softwareentwicklung nun also dafür, dass das Team ständig Flow erlebt? Aus meiner Sicht fängt es schon damit an, wie ein klassisches Product Backlog innerhalb eines Scrum-Prozesses aufgebaut ist. Ein Product Backlog enthält von oben nach unten durch den Product Owner priorisierte User Stories. Diejenigen, die ganz oben stehen, verfügen dabei über einen hohen Detailgrad. Je weiter man das Backlog nach unten wandert, umso vager werden die Anforderungen innerhalb der User Stories. Das Team arbeitet von Iteration zu Iteration das Backlog auf genau diesem Pfad, von oben nach unten, ab. Das Erleben von Flow führt hierbei auch zu einer gewissen Sucht nach genau diesem „Kick“, was auch erklärt, wieso Kletterer auf immer höhere Berge steigen wollen – oder auch, warum Scrum-Teams danach streben, immer performanter zu werden und durch ständige Verbesserung immer komplexere Aufgaben bewältigen zu können. Hier wird schon deutlich: Dem Scrum-Prozess ist das „aus Unbekanntem Bekanntes, aus Unsicherheit Sicherheit machen“ inhärent. Von Iteration zu Iteration erforscht das Team immer größere Tiefen des Backlogs, steigert sein Potential und kann als Gruppe Flow erleben, indem es der „Lust an Leistung“ nachgeht. Natürlich gibt es dafür zwei Voraussetzungen: