geschrieben von Astrid Judkins Recruiting
Wie motiviere ich Entwickler ohne Club-Mate?
Wie motiviere ich Entwickler ohne Club-Mate?
15.12.2015
Über den Autor Astrid Judkins Astrid Judkins Recruiting

Im November veröffentlichte unser Kollege Alain Veuve auf T3n.de den Artikel „6 Dinge, die du wissen musst, wenn du mit Entwicklern arbeitest“.

Bei AOE sind uns diese „Dinge“ sehr bewusst; auch wir werden häufig mit ihnen konfrontiert. Unsere aktiv gelebte agile Unternehmenskultur, hierzu zählen unter anderem eine hohe Wertschätzung und ein respektvoller Umgang untereinander sowie die Beteiligung der Mitarbeiter an Unternehmensentscheidungen, legen den Grundstein für dieses (Selbst)verständnis.

Wir verstehen uns als Denkfabrik

Veuve stellt beispielsweise den Mythos des „16-Stunden-Entwicklers“ in Frage – O-Ton „8 Stunden sind nicht gleich 8 Stunden“. Bei AOE beherzigen wir diese These schon lange: Mehr als acht Stunden entwickeln kann nicht produktiv sein. Wir legen daher sehr viel Wert darauf, dass keine Überstunden gemacht werden.

Die Lösungen, die wir für unsere Kunden entwickeln und implementieren, sind das Ergebnis Team-orientierter Denkarbeit und Kommunikation, die auch durch unsere Agilen Prozesse sowie die Gestaltung und Ausstattung unserer Büroräume unterstützt werden. Die meisten Mitarbeiter von AOE arbeiten in projektbezogenen Scrum-Teams in Open Spaces, die trotz der großen, offenen Flächen die nötige Ruhe bei Wohnzimmeratmosphäre gewährleisten (u. a. durch Pflanzen, bauliche Trennelemente und Schall-reduzierende Maßnahmen). Um die Effizienz zusätzlich zu steigern, sitzen die Projektteams in dedizierten Bereichen – Kommunikation der kurzen Wege. Um zwischendurch mal abschalten zu können, bietet sich eine Runde Billard, Kicker oder Tischtennis an. Auch das Angebot der Thaimassage zur Entspannung wird rege genutzt.

Der Product Owner hält dem Dev-Team den Rücken frei

Alle Kundenprojekte werden agil mithilfe von Scrum umgesetzt. Die Scrum-Teams agieren dabei völlig eigenständig, das Management versteht sich bei AOE als „Servant Leader“ und bietet bei Bedarf Hilfestellung.

Der Product Owner (PO) übernimmt die Kommunikation mit den Stakeholdern und qualifiziert die Businessanforderungen. Er sitzt bei AOE mitten im Entwicklungsgeschehen und kennt daher die Herausforderungen des Teams. Diese enge Zusammenarbeit und die gemeinsamen Daily Meetings helfen dem PO und dem gesamten Entwicklerteam beim Erstellen, Beschreiben, Schätzen und Priorisieren der User Stories.

Im Scrum-Prozess hält der PO dem Dev-Team den Rücken frei, damit die Entwickler nicht abgelenkt werden und sich optimal auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Scrum, mit seiner iterativen Arbeitsweise in zweiwöchigen Sprints (inkl. Review zum Sprintende), sowie der ständige Dialog mit dem Kunden nimmt dem Entwicklungsteam vieles von dem Druck, der oft bei der traditionellen Software-Entwicklung vorkommen kann. Gleichzeitig können wir mit dieser Vorgehensweise konsistent unseren hohen Qualitätsansprüchen genügen.

Kontinuierlichere Verbesserungen und die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter sind uns sehr wichtig

Eines der vielen Elemente im kontinuierlichen Verbesserungsprozess bei AOE ist unser Open Friday. Bei uns findet er halbjährlich statt; hier wird Team-übergreifend unter anderem über den Einsatz von Technologien, neue Prozesse, Verbesserungen im Büro, die Gründung von Communities of Interest oder soziales Engagement diskutiert. Jeder kann seine Ideen und Gedanken einbringen, Probleme diskutieren oder Ankündigungen machen. Und jedem ist es auch selbst überlassen, bei welcher Interessensgruppe er sich einbringt. Zum Abschluss erfolgt eine Vorstellung aller Ergebnisse auf dem Plaza und ein anschließende Abstimmung.

Der Open Friday ist nur ein Beispiel von vielen Ideen und Konzepten, die wir bei AOE umsetzen, um unseren Mitarbeitern ein optimales Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen zu können. Andere Elemente unserer Agilen Unternehmenskultur umfassen Slack-Time, Dev-Weeklies und Meetups bzw. User Groups, zu denen auch externe Professionals eingeladen werden.

Für die Weiterbildung der Mitarbeiter ist auch gesorgt. Jeder hat jährlich 2.000 Euro Budget zur Verfügung, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Hiervon profitieren durch den kontinuierlichen Know-how-Transfer auch die Kollegen und Kolleginnen.

Selbstverständlich gibt´s bei AOE auch Club-Mate – nur ein Ergebnis von vielen gemeinsamen Entscheidungen aus dem (oben beschriebenen) Open-Friday!