geschrieben von Daniel Räder Scrum Master
Kundenbedürfnisse herausfinden mit "Jobs to be Done"
Kundenbedürfnisse herausfinden mit "Jobs to be Done"
Über den Autor Daniel Räder Daniel Räder Scrum Master

Mit knapp 60 Agilisten starteten die Agile Usergroup Rhein Main im Januar bei AOE. Eckhart Böhme hat mit dem Thema "Mit Jobs to be Done die Bedürfnisse von Kunden herausfinden" mehr als nur eine spannende Alternative zu klassischen User Stories vorgestellt.

Die wahren Kundenbedürfnisse identifizieren

So sehr wir uns auch bemühen unsere Kunden kennenzulernen, ihre Bedürfnisse zu ermitteln und diese dann mittels Personas und User Stories darzustellen, selten liegen wir mit unseren Annahmen richtig. Klassische Segmentierung von Zielgruppen bringt nicht immer das gewünschte Ergebnis. Aber wie soll man Produkte entwickeln, wenn nicht für eine spezifische Zielgruppe?  

Welchen Job möchte ich erledigen?

Als Mensch habe ich viele Aufgaben, und diese will ich lösen. Stellt sich nur die Frage, welche Aufgabe will ich lösen. Um diese Frage richtig zu beantworten, ist die Jobs To Be Done-Theorie ein hilfreiches Tool. Die Theorie besagt, dass Menschen eine Aufgabe ("Jobs") erledigen wollen. Diese Jobs erledigen Menschen dabei bevorzugt mit Hilfe von Produkten, die uns hierbei nicht nur eine funktionelle, sondern auch emotionale Lösung versprechen. Und für diese Aufgaben gilt es die passenden Produkte zu entwickeln.

Menschen wollen keine Bohrer, sondern Löcher in der Wand! Der Bohrer erledigt nur den "Job"!

Gerade in der agilen Produktentwicklung ist es wichtig diese Jobs zu verstehen. Um hierbei nicht nur dem Bauchgefühl oder Visionen zu folgen, bietet die "Jobs to be Done"-Theorie mit ihren Interviewkarten ein handliches Analysetool. Hierzu werden Kunden ganz spezielle Fragen gestellt. So werden die echten Bedürfnisse des Kunden zu Tage gefördert, welche mit klassischen Interviews nicht entdeckt werden. 

Innovation ist kein Zufall

Neben aktuellen Methoden wie Design Thinking oder Design Sprints ergänzt Jobs to be done die Vielfältigkeit in der agilen Produktentwicklung. Diese strukturierte Methode ermöglicht es, Innovationen nicht dem Zufall zu überlassen, sondern ganz gezielt zu betreiben. 

Dankeschön

Wir danke Eckhart Böhme für diesen spannenden Einblick in die Jobs to be done Theorie. Er ist Trainer, Redner und Autor von Artikeln zu den Themen Geschäftsmodellentwicklung, Lean Startup und der Jobs to Be Done-Theorie. Seinen Vortrag haben wir diesem Artikel angehängt. Mehr Infos unter jtbd.de.

Video des "Jobs to be Done" Vortrags