geschrieben von Alain Veuve MD, Switzerland
5 Ways to completely demotivate your CDO
5 Ways to completely demotivate your CDO
Über den Autor Alain Veuve Alain Veuve MD, Switzerland

Im Gegensatz zu allen Prognosen steckt die Position des Chief Digital Officers (CDO) nach wie vor in den Kinderschuhen. Eine in der Theorie starke und einflussreiche Person führt in der Praxis allzu oft ein Schattendasein. Alain Veuve zufolge gibt es fünf Hauptgründe dafür; er erklärt, wie Unternehmen diese Fehler im Zusammenhang mit der Position des CDO vermeiden können.

Unter anderem wirft er manchen CEOs sowie Führungsriegen innerhalb Unternehmen mangelnden Teamgeist vor – ganz nach dem Motto: „Erfolg beanspruche ich für mich, Misserfolg ist jedoch dem CDO zuzuschreiben“.

Ein weiterer Fehler, der im Umgang mit der digitalen Transormation begangen wird: Senior Management hört weniger auf den CDO und mehr auf Buzzwords, die in den einschlägigen Medien die Runde machen. Hauptsache hierbei ist es, alles was technisch möglich ist, auch umzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Machbare auch sinnvoll ist.

Verhängnisvoll sei es auch, sagt Veuve, Änderungen öffentlichkeitswirksam zu propagieren, diese aber nicht wirklich zu unterstützen. Nachdem Senior Management realisiert, dass die digitale Transformation tatsächlich auch Geld kosten und Veränderungen nach sich ziehen wird, wird das zur Diskussion stehende Projekt solange analysiert, bis die Konkurrenz dem eigenen Unternehmen zuvorkommt.

Gleiches gelte auch, so Veuve weiter, wenn es um die eigentliche Budgetierung gehe. Oft wird spätestens hier der Stecker gezogen.

Im Sinne einer agilen Unternehmenskultur – und einer erfolgreichen digitalen Transformation – sollten Unternehmen die Sanktionierung des Scheiterns ebenfalls unbedingt vermeiden. „Niemand macht keine Fehler“. Fehler zu machen, gehöre zur Kultur dazu, so Veuve. Wichtig sei es, sie zu analysieren und dann die richtigen Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen.

Bei aller Kritik gibt es aber auch viele CEOs, die den CDO im Sinne des Unternehmens und der Kunden optimal einsetzen. Dabei pflegen sie eine kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Hoffnung bleibt, das es von diese wahren Leadern in Zukunft mehr geben wird.



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