Open Source CMS vs. kommerzielle CMS

Im kommerziellen Bereich existieren zahlreiche Content Management Systeme (CMS), die sich prinzipiell für den geschäftskritischen Unternehmenseinsatz eignen. Darunter sind einige große Enterprise-Lösungen – die Mehrzahl sind aber kleine Lösungen, die eher lokal oder in speziellen Marktsegmenten eingesetzt werden.


Eigenschaften kommerzieller CMS

Das Problem „Vendor-Lock-in“

Kommerzielle Content Management Systeme mit Serverarchitektur und Schnittstellen sind in der Regel spezielle Eigenentwicklungen der jeweiligen Anbieter. Durch den „Vendor-Lock-in“ sind Funktionserweiterungen unter Umständen daher nur dann möglich, wenn beim Hersteller für das Feature eine große Kundennachfrage besteht. Individuelle Einzellösungen und Erweiterungen lassen sich bei kommerziellen CMS meistens nicht oder nur zu sehr hohen Kosten realisieren.

Teure Anpassungen bei kommerziellen CMS

Die Integration eines Enterprise CMS durch spezielle Dienstleister ist oft mit hohen Kosten verbunden. Dabei richten sich die Ausgaben zum einen nach der Komplexität des CMS und zum anderen nach den jeweiligen Anpassungen. Darüber hinaus fallen Lizenzgebühren der Software und unter Umständen Investitionen für die Anschaffung spezieller Hardware an, um das System optimal einzurichten. Die genannten Anbieter bieten meist einen umfangreichen Service und Support, allerdings nur für die angebotenen Systemkomponenten. Individuell maßgeschneiderte Features sind aufgrund von Legacy-Architekturen meist nicht möglich oder enorm kostspielig.

Das Problem der „Marktbereinigung“ im CMS-Markt

Die IT- und Software-Branche steht vor Umbrüchen – besonders kommerzielle CMS-Anbieter sind davon betroffen: Viele etablierte Produkte wurden in den letzten Jahren von Mitbewerbern aufgekauft (z. B. Gauss, RedDot, Vignette, Interwoven). Die langfristige Weiterführung dieser Produktlinien ist häufig ungewiss. Verschwindet eine Lösung vom Markt, wird es für den Anwender immer schwieriger, Know-how oder Support für das CMS zu erhalten.

Bei einem etablierten Open Source Enterprise Web Content-Management System wie TYPO3 oder Drupal, das von einer weltweiten Community unabhängiger Unternehmen, Entwickler und Designer kontinuierlich weiterentwickelt wird, besteht diese Gefahr hingegen nicht.

Open Source Software – Kein „Vendor Lock-in“ und eine zukunftssichere und skalierbare Plattform

Im Gegensatz zu den Lösungen kommerzieller Anbieter vereint Open Source Software alle Vorteile kommerzieller und Open Source Web-Lösungen: qualitativ hochwertig programmierter Quellcode, stabile und hohe Leistungsfähigkeit und eine hohe Sicherheit vor Hacker-Angriffen oder Hijacking der geschäftskritischen Unternehmenssite.

Darüber hinaus ist eine Open Source CMS-Lösung wie TYPO3 auch deutlich zukunftssicherer als eine kommerzielle: Ein Open-Source-Projekt kann nicht wie ein kommerzielles Unternehmen komplett vom Markt verschwinden – allenfalls ein einzelner Dienstleister. Da die Software von tausenden Unterstützern weltweit permanent verbessert wird, ist ein Verschwinden vom Markt nahezu unmöglich. Und da das Know-how frei verfügbar ist, kann bei Bedarf jederzeit zu einem anderen Spezialisten gewechselt werden, ohne dass das Unternehmens-CMS in ernste Gefahr gerät. Dieser Wechsel ist im schlimmsten Fall – wie beispielsweise bei einer Insolvenz – bei einem kommerziellen Produkt nicht gewährleistet.

Open Source CMS sind deutlich günstiger als kommerzielle CMS

Der entscheidende Vorteil einer Open Source CMS-Lösung ist aber nicht nur bessere Skalierbarkeit sowie größere Gestaltungsfreiheit, sondern vor allem die Kosten.

Vorteile

  • Durchschnittliche Einsparungen von mehr als 50%
  • Schnellerer „Time-to-Market“ (bis zu 75%)
  • Zukunftssichere und skalierbare Plattform